• Henriette Wulff

Streetfood aus Sri Lanka: Kartoffel Roti


Auf meinen Reisen durch Sri Lanka gab es eine Sache, die ich fast jeden Tag gegessen habe: Roti. Es bedeutet im Prinzip einfach "Brot" und es gibt viele Varianten in unterschiedlichen Formen und mit verschiedenen Füllungen. Insbesondere hat es mir das dreieckige Roti mit einer würzigen Füllung aus Kartoffeln und Zwiebeln angetan. Roti kann man in Sri Lanka an fast jeder Straßenecke für wenig Geld kaufen und sie sind sehr sättigend. Man erkennt meistens an der Form, welche Füllung sich im Roti befindet. Es gibt sie mit Fleisch, Gemüse, Fisch oder Ei. Die Rotis werden oft in Tüten verpackt, die aus alten Zeitungen, Heften oder Büchern hergestellt sind. Weil ich das Roti auch zuhause nicht missen wollte, habe ich es einfach mal selbst gemacht. Es ist eigentlich gar nicht so kompliziert und man bekommt alle Zutaten auch bei uns. Allerdings brate ich die Roti in der Pfanne und nicht auf einer heißen Platte, so wie man es beim Original macht. Geschmacklich kommt es dennoch ziemlich nah ran und so kann ich jederzeit in kulinarischen Urlaubserinnerungen schwelgen...

Zutaten für 12 Stück

Für den Teig:

600 g Mehl 4 TL Öl + 8 EL Öl (Sonnenblumen- oder Rapsöl) 1/2 TL Salz 280 ml Wasser

Für die Füllung:

1 TL schwarze Senfkörner 1/4 TL Chiliflocken 1 TL Kreuzkümmel 1 TL Fenchelsamen 1 mittelgroße Zwiebel, ca. 100 g 3 Knoblauchzehen 400 g festkochende Pell-Kartoffeln (gegart) 1 TL gemahlener Kurkuma 2 TL Curry-Blätter (gibt es im asiatischen Supermarkt) Salz und schwarzer Pfeffer zum Abschmecken

1 EL Öl zum Anbraten

Für den Teig das Mehl, 4 TL Öl und das Salz in eine Schüssel geben. Nach und nach das Wasser hinzugeben und alles mit den Händen zu einem geschmeidigen und glatten Teig verkneten. Sollte der Teig zu trocken sein, etwas Wasser hinzugeben. Wenn er noch an den Händen klebt, etwas mehr Mehl unterkneten.

Den Teig in 12 gleichgroße Portionen aufteilen und diese zu Kugeln formen. Die Kugeln in eine Schüssel geben und 8 EL Öl darüber gießen. Die Teigkugeln 2 Stunden bei Zimmertemperatur ruhen lassen. Die Kugeln ab und zu wenden und mit Öl benetzen.

Währenddessen die Füllung zubereiten. Den Fenchel, Kreuzkümmel, Senfkörner und die Chiliflocken in einer Pfanne vorsichtig anrösten, bis sie anfangen zu duften. In einen Mörser geben und fein zermörsern. Die Kartoffeln schälen und mit einer Gabel zerdrücken. Die Zwiebel ebenfalls fein würfeln und den Knoblauch reiben.

Einen Esslöffel Öl in einer Pfanne erhitzen und darin die Zwiebeln für etwa eine Minute glasig andünsten. Nun den Knoblauch und die Curryblätter hinzugeben und 1 Minute weiterdünsten. Die Kartoffeln, gemörserten Gewürze und Koriander unterrühren und alles 2-3 Minuten weiterdünsten.

Den Teig nach dem Ruhen mit den Handballen von innen nach außen drücken, so dass ein Kreis entsteht. Immer weiter von innen nach außen drücken und leicht ziehen, bis der Teig so dünn ist, dass man leicht hindurchsehen kann – ähnlich wie bei Strudelteig. Es ist nicht schlimm, wenn ein paar kleine Löcher im Teig sind. Der Kreis sollte einen Durchmesser von etwa 25-30 cm haben.

Nun die zwei gegenüberliegenden Seiten mittig einklappen, so dass eine Teigbahn von etwa 30 cm Länge entsteht. In die eine Ecke ein Esslöffel Füllung geben und diese etwas zusammendrücken. Dann die Füllung nach innen einklappen und die Teigbahn immer weiter zu einem Dreieck aufrollen. Die Enden leicht festdrücken.

2 EL Öl in eine Pfanne geben und erhitzen. Die Roti darin bei mittlerer Hitze von jeder Seite 5 Minuten anbraten, bis sie leicht gebräunt sind. Auch die drei Seiten anbraten. Die Hitze sollte nicht zu hoch sein, damit derTeig durchgart.

Die Rotis am besten noch am gleichen Tag essen. So schmecken sie am besten.

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